Wir wünschen dir viel Spaß beim Stöbern!
Ein Podestplatz. Platz 2.
Mit einem Auto, das zum ersten Mal wirklich fährt.
Was nach außen wie ein steiler Erfolg aussieht, ist in Wahrheit die Spitze eines Berges, den wir über Jahre erklommen haben.
Und genau dort beginnt unsere Geschichte.
Der Übergang vom Verbrenner zum Elektroantrieb war einer der größten Brüche in unserer Teamgeschichte: ein Schritt, der alles veränderte. Mit ElCobra erzielten wir erste Teilerfolge, doch fehlende Dokumentation kostete uns wertvolle Erfahrung. Ein schmerzhafter Start in eine neue Ära.
Dann kam Black Mamba. Unser erster Versuch, mit purer Entschlossenheit ein fahrendes Fahrzeug zu erschaffen. Tage, die 20 Stunden lang waren. Nächte, die kaum ihren Namen verdienten. Zwei Stunden Schlaf, weiterbauen. Ein Takt, der nur durch Teamgeist funktionierte: Die ersten standen auf, während die letzten gerade ins Bett gingen.
Diese Hingabe brachte uns das VSV, aber wir mussten ehrlich sein: Das System war instabil, voller Kompromisse und Fehler.
Auf den Events sahen wir die Rennboliden anderer Teams - und das Feuer wurde neu entfacht: Wir brauchen einen Neuanfang. Einen echten.
So begann die Entwicklung von Red Viper. Diesmal mit einem Zwei-Jahres-Plan und einem klaren Ziel: Eine stabile Grundlage für alle zukünftigen Elektro-Rennwagen des TMM.
Das Team wuchs. Wissen blieb im Team, statt zu verschwinden. Und ein neues Motto kristallisierte sich heraus: ATTACKE.
In diesen zwei Jahren haben wir technische Sprünge hingelegt, wie wir sie zuvor nicht für möglich gehalten hätten. Und der Erfolg gibt uns recht: Unser erster wirklich fahrbereiter Rennbolide schießt in der Efficiency auf Platz 2 bei der Formula Student Netherlands!
Doch eines ist uns besonders wichtig: Dieser Erfolg war niemals eine Einzelleistung. Er ist das Ergebnis von Menschen, die sich mit absolutem Fokus und unerschütterlichem Einsatz für das Projekt aufgeopfert haben. Ein fettes DANKE an alle, die mit Herzblut dabei waren: vor dem Event und besonders auf dem Event.
Denn dort hat uns das Leben erneut getestet: Wasser im Akku. Probleme im Bremssystem. Worst-Case-Szenarien, die jedes Team aus der Bahn werfen können. Doch wir haben uns durchgebissen, geflickt, geschraubt und gefightet. Und am Ende alle dynamischen Disziplinen mitgenommen.
Der Triumph in den Niederlanden und der kleine technische Fehler in Frankreich - der uns den ersten Platz in der Effizienz kostete - zeigen vor allem eines: Wir haben eine solide Basis geschaffen. Und die Zukunft ist bereit, darauf aufzubauen.
Also: Aufstehen. Helm zu. Handschuhe festziehen. Gemeinsam gehen wir in die nächste Schlacht.
Unser neuer Hochvolt-Akku für die kommende Formula-Student-Saison steht in den Startlöchern – 15 kg leichter, kompakter, leistungsstärker komplett optimiert.
Um diesen Akku in den nächsten Wochen aufzubauen, bieten wir wieder Zellpatenschaften an.